Anrauen von Kunststoffzähnen

Anrauen von Kunststoffzähnen

Um eine ausreichende Retention zwischen Kunststoffzahn und Prothesenbasiskunststoff zu erzielen, wird die Kontaktfläche angeraut. Dies kann mit speziellen Rillen- bzw. Retentionsfräsen oder feinverzahnten Fräsen vorgenommen oder durch Abstrahlen durchgeführt werden. Für das Abstrahlen von Kunststoffzähnen sollten folgende einfache Regeln beachtet werden:

  1. Druck auf 1-2 bar reduzieren.
  2. Feines, 50 µm Strahlmittel wählen.
  3. Strahlmenge reduzieren, wenn Option am Gerät besteht.
  4. Stets senkrecht auf die anzurauende Fläche strahlen.

artVeneer® & artConcept®

Mindestwandstärke

Welche Mindeststärke der artVeneer Verblendschalen ist einzuhalten, um die Farbstabilität zu gewährleisten?

Um die Farbstabilität zu gewährleisten, sollte die Schichtstärke der gesamten Verblendung 1,2 mm nicht unterschreiten.

Formkorrektur und Reparatur

Sind Verblendungen aus artVeneer und artDentine reparaturfähig?

Ja, wenn diese auf PMMA-Basis wie das artDentine und artEnamel hergestellt sind.

Können Verblendungen aus artVeneer und den artConcept Komponenten mit Kompositematerial repariert werden?

Nein, im System ist kein entsprechender Haftvermittler enthalten. Die Reparatur und Ergänzung erfolgt mit den Systemkomponenten artVeneer und artConcept.

Ist es möglich, artVeneer Verblendschalen und Kunststoffzähne mit artDentine ohne sichtbare Materialübergänge zu verbreitern, zu verlängern oder labial anzutragen?

Ja. Werden die angeschliffenen Kanten angestrahlt und mit artConnect benetzt, sind die Material-/Phasenübergänge nach der Politur nicht zu erkennen.

Können ponticförmige Zwischenglieder mit den artVeneer Verblendschalen und dem artConcept hergestellt werden?

Ja, die Gestaltung des Pontics ist mit artDentine ist problemlos möglich.

Verarbeiten

Wie groß darf der Umfang einer Arbeit sein, um diesen in einem Arbeitsgang mit artDentine herzustellen?

Im Sinne der klassischen Metallgerüstverblendung ist es empfehlenswert, in einem Arbeitsgang nicht mehr als vier artVeneer Verblendschalen mit artDentine zu hinterlegen. Klartext: Fertigstellung je Quadrant.

Wie werden bei geringem Platzangebot nahtlose zervikale Übergange zwischen Verblendschale und artDentine erzeugt?

Zuerst Länge und Rand der artVeneer Verblendschale anpassen. Dann Verblendschale mit artVeneer WAX fixieren, Wachs antragen, v.a. labial die Ränder versäubern. Es folgt Silikonvorwall Anschließend vor dem Fertigstellen mit dem zahnfarbenen artConcept Kunststoff den zervikalen Rand der artVeneer von labial brechen, d.h. leicht anschleifen. In diesen Bereich fließt das artDentine, so dass nach dem Ausarbeiten und Polieren kein Übergang mehr zu erkennen ist.

Sollten die artVeneer Verblendschalen freihändig ohne Vorwall mit dem artConcept hinterlegt, befestigt werden?

Es ist möglich, aber nicht zu empfehlen, die Verblendschalen freihändig, ohne Vorwall zu hinterlegen/befestigen. Eine genaue Ausrichtung der Zahnachse ist nur bedingt möglich. Das ästhetische Erschei-nungsbild der Zahnachsen ist ohne Vorwallfixierung im Prinzip Glücksache. Besser ist es, mit einem Vorwall zur sicheren Achs- und Stellungsfixierung der Verblendschalen artVeneer zu arbeiten.

Müssen Retentionsperlen für einen besseren Haftverbund angebracht werden?

Retentionen sind grundsätzlich zu empfehlen, geeignete Perlengröße 0,4 mm. Anschließend sollten die Perlen beim Ausarbeiten des Gerüstes halbiert werden, um Platz für die Verblendung zu schaffen und einen wirksamen Unterschnitt zu gewährleisten.

Die Verblendschalen artVeneer erscheinen im inzisalen Bereich manchmal so, als hätten sie einen quer verlaufenden Sprung. Verschwindet dieser, wenn mit artDentine hinterlegt wird?

Es handelt sich dabei lediglich um eine Lichtbrechung, verursacht durch die bis dahin verlaufende stabile inzisale Kante. Sie unterstützt gerade im Frontzahnbereich die Stabilität der Verblendung.

Durch das Hinter-legen mit dem artDentine sind die palatinal liegenden inzisalen Kanten später nicht mehr sichtbar.Stehen Schneide- und Transpamassen zur Verfügung?

Ja, insgesamt stehen vier Schmelzmassen und eine Transpamasse zur Verfügung.

Wie ist vorzugehen, um an den artVeneer Verblendschalen so wenig wie möglich zu schleifen?

Rückwärtsplanung (auch Backward-Planning genannt), d.h. es werden zuerst die Zähne / artVeneer aufge-stellt und mit Hilfe der Vorwalltechnik fixiert. Anschließend wird das Gerüst oder der Modellguss passend zu den Zähnen / artVeneer modelliert/gestaltet und fertig gestellt. Die Zahnaufstellung ist also fertig, bevor das Gerüst hergestellt wird (= Rückwärtsplanung / Backward-Planning), somit reduzieren sich auch Platzprobleme, die bei der Kunststoff-Fertigstellung wertvolle Zeit kosten.

Darf die Polymerisationszeit im Drucktopf verkürzt werden?

Nein und darf aus chemischer und materialtechnischer Sicht auf keinen Fall erfolgen, um eine korrekte Aushärtung, Restmonomergehalt etc. zu gewährleisten.Auch eine Temperaturerhöhung ist nicht ratsam und könnte u. U. zu Siedeblasen führen. Bitte immer die angegebenen Werte in der Gebrauchsinformation beachten!

Isolieren

Welche Isolierung ist für das artConcept geeignet?

Es ist grundsätzlich eine Alginatisolierung zu verwenden, hierzu ist die PremEco Line Alginatisolierung geeignet.

Haftverbund, Opaker (zahn-, zahnhals- und gingivafarben)

Wie hoch/stark ist der Haftverbund zwischen dem Opaker artOpaque und dem Metallgerüst?

Nach ISO 10477 ist es erforderlich, dass der Haftverbund mind. 5 N/mm² beträgt. Der Haftverbund zwischen Metallgerüst und artOpaque betägt15 N/mm², somit 200% mehr als von der Norm gefordert.

Kann ein Opaker von einem anderen Hersteller verwendet werden?

Grundsätzlich ist dies möglich, solange nach der Gebrauchsanweisung des Opakers die Verarbeitung von PMMA gewährleistet für diesen Opaquer von dessen Hersteller angegeben ist. Dies kann u. U. zu Farbabweichungen führen, da Opaker anderer Hersteller mit gleicher Farbbezeichnung farblich teilweise deutlich voneinander abweichen. Das liegt daran, dass alle Systeme für sich aufeinander abgestimmt sind, wie auch das artConcept. Sollte aber eine große farbliche Übereinstimmung mit unserem Opaker vorhanden sein und die obigen Parameter stimmen, spricht nichts gegen eine Verwendung derselben. Grundsätzlich ist jedoch zu beachten, dass eine Konformitätserklärung abgeben muss. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, Materialien verschiedener Anbieter zu mischen. Dadurch erlischt zum einen der Gewährleistungsanspruch der Materialhersteller, zum anderen könnte im Regressfall auf Grund der von für diesen ZE abgegebenen Konformitätserklärung eine Nachweis- und damit auch eine Erklärungsnot zu Lasten des Leistungserbringers provoziert werden.

Können Zahnhälse individuell eingefärbt werden und gibt es hierzu eine spezielle Systemkomponente?

Ja. Einen lichthärtenden zahnhalsfarbenen Opaker, den artOpaque C (C = Cervikal) für die farbliche Zahn-halscharakterisierung der artVeneer Verblendschalen.

Womit können Metallgerüste zahnfleischfarben abgedeckt werden?

Mit artOpaque GUM, einem lichthärtenden gingivafarbenem Opaquer und Primer in einem = zahnfleischfar-ben Opakieren und Primen in einem. Die beiden Farben DARK und LIGHT können stufenlos miteinander gemischt werden und decken damit eine sehr breite gingivale Farbpalette ab.

Ist für den zahnfleischfarbenen Opaker artOpaque GUM ein separater Primer erforderlich?

Nein, der lichthärtende, zahnfleischfarbene Opaker enthält einen Primer. Opakieren und Primen geschieht in einem Arbeitsgang.

Können die artOpaque Opaker z.B. für Individualisierungen miteinander gemischt werden?

Ja, materialtechnisch sind die artConcept Opaker 01, 02 usw. kompatibel.Der Opaker artOpaque ist lichthärtend.

Ist hier auch die Verbindung zwischen Opaker und Dentin gewährleistet?

Es gibt Opaker, die sich sowohl mit Composite als auch mit PMMA optimal verbinden.Die Komponenten von artConcept sind diesbezüglich aufeinander abgestimmt.

Kombination mit Verblendkompositesystemen

Ist es möglich, den Kunststoff auch mit Verbundmaterialien oder Verbundsystemen anderer Hersteller wie z.B. Rocatec zu verarbeiten?

Grundsätzlich ja, aber nicht empfehlenswert. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt. Da das Labor eine Konformitätserklärung abgeben muss, ist es nicht empfehlenswert, Materialien verschiedener Anbieter zu mischen. Dadurch erlischt zum einen der Gewährleistungsanspruch der Materialhersteller, zum anderen könnte im Regressfall auf Grund der von für diesen ZE abgegebenen Konformitätserklärung eine Nachweis- und damit auch eine Erklärungsnot zu Lasten des Leistungserbringers provoziert werden.

Kann der Connector eines Mitbewerbers verwendet werden?

Grundsätzlich ja, aber nicht empfehlenswert. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt. Da das Labor eine Konformitätserklärung abgeben muss, ist es nicht empfehlenswert, Materialien verschiedener Anbieter zu mischen. Dadurch erlischt zum einen der Gewährleistungsanspruch der Materialhersteller, zum anderen könnte im Regressfall auf Grund der von für diesen ZE abgegebenen Konformitätserklärung eine Nachweis- und damit auch eine Erklärungsnot zu Lasten des Leistungserbringers provoziert werden.

Kann artDentine auch an Zähnen von Mitbewerbern verwendet werden und ist dies auch haltbar?

Voraussetzung ist, dass diese Zähne die Verarbeitung von PMMA - Antragen, Verlängern etc. - chemisch ermöglichen, hierzu die Angaben des Zahnherstellers beachten oder von diesem erfragen.

Kann artDentine an Kompositeverblendungen angetragen werden?

Nein, im System ist kein entsprechender Haftvermittler enthalten.

Können die artDentine Pulver z.B. für Individualisierungen miteinander gemischt werden?

Ja, materialtechnisch sind die Dentinmassen kompatibel, d.h. mischbar.

Plaque- und Verfärbungssicherheit

Wie sieht es mit Plaqueanfälligkeit aus?

Plaqueanfälligkeit ist hier im Gegensatz zu vielen lichthärtenden Verblendkomposites kein Thema. Das kennt jeder Anwender bereits durch die tägliche Beobachtung von PMMA Kunststoffzähnen und PMMA Prothesenkunststoffen. Hier kommt es im Regelfall nicht zu Plaqueablagerungen am Material.Früher kam es bei zahnfarbenen PMMA Kunststoffen im Laufe der Tragezeit oft zu Verfärbungen.

Wie sieht es hier bei artConcept aus?

Als lichthärtende Materialien eingeführt wurden, wurden noch tertiäre Amine bei zahnfarbenen PMMAs als Härter verwendet, die sich im Laufe der Zeit bräunlich verfärbten. Das ist z.T. bis heute so geblieben. Bei der Entwicklung von artConcept wurde gleich auf das modernste Härtersystem auf Barbitursäure-Basis zurückgegriffen, das eine extrem hohe Farbbeständigkeit garantiert und auch gleichzeitig ein geringeres allergenes Potential enthält.

integral® Zahn

jugendliche Zahnform (Eckzahnspitzen, Inzisalkanten, Höckerspitzen)

Der Zahntechniker soll bei konfektionierten Zähnen die gesamte Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf altersgerechtes und funktionsgerechtes Design nutzen können. Dieses ist nur bei juvenilen Zähnen durch gezieltes Einschleifen im Artikulator unter Funktion möglich, denn es gilt die Binsenweisheit, dass Abtragen wie bei natürlichen Zähnen sinnvoller ist, als Substanz aufzutragen. Die Funktionsfacetten stellen sich unter Berücksichtigung der Okklusionskonzepte bei den subtraktiven Maßnahmen von selbst ein und wirken besonders ästhetisch.

Führen die steilen Höckerabhänge des integral besonders beim älteren Patienten, zu Irritationen?

Dies ist nach den langjährigen Erfahrungen kaum zu erwarten. Die Höckerneigung ist aufgrund der vorgelagerten Elemente nach ZTM Polz gar nicht so steil, wie es der erste Eindruck vermuten lässt. Durch die einfache Zahn-zu-Zahn-Beziehung ist eine Kontaktbeziehung in der Zentrik leicht zu erzielen, ohne den Patienten „einzusperren“. Die Okklusalflächen besitzen eine hohe Kaueffektivität und benötigen weniger Kaukräfte als dies bei flachhöckerigen Zähnen durchschnittlich der Fall ist, wodurch das Tegument geschont wird.

Für eine patientengerechte Gestaltung der exzentrischen/dynamischen Okklusionsarten ist eine gewisse Präsenz von Höckersubstanz nötig. Mit gezielten Einschleifmaßnahmen kann in kürzester Zeit der integral® Seitenzahn an sämtliche Okklusionsarten und Abrasionsgrade adaptiert werden, ohne die zentrischen Positionen zu verlieren.

CBI - Formeneinteilung

Die Gestaltung der integral® Frontzähne basiert auf umfangreichen Studien der Freien Universität Berlin und hat in Bezug auf Form und Größe eindeutig die Merkmale natürlicher Zähne. Mit dem CBI®- System ist es leicht möglich, einen natürlich wirkenden Zahnersatz zu fertigen. Die „klassischen Zahnformen“ sind oft Phantasieprodukte und in ihrer Formgebung nur unzureichend an der Natur orientiert. Sie sind daher im Munde als Prothesenzähne sehr leicht zu erkennen und wirken ästhetisch weniger ansprechend.

Zahnhalsgestaltung

Bei der Gestaltung der "roten Ästhetik" soll der Eindruck entstehen, dass der Zahn aus der Gingiva herausgewachsen ist. Durch die Abwinkelung im Zahnhalsbereich kann der künstliche Zahn altersgerecht in der Gingiva modelliert werden. Dem Techniker ist die Möglichkeit gegeben, den Zahn je nach Modellation dem tatsächlichen biologischen Gegebenheiten anzupassen. Des Weiteren ist der Zahn dadurch besser im Basismaterial verankert.

Lingualisierte Aufstellung nach Gerber

Uneingeschränkt ja. Die ersten Prämolaren weisen eine lange Laterotrusions-facette und Kontaktbeziehungen wie von Gerber gefordert auf. Bei den weiteren Seitenzähnen wird auf die A-Kontakte (Bukkalhöckerkontakte) verzichtet. Die zentrische/statische Okklusion ist über die Palatinalhöckerabstützung sehr stabil und bei zahngeführten exzentrischen/dynamischen Unterkieferbewegungen beliebig variierbar.

Polystar® Selection & EDITION

zügiges Arbeiten

Warum ist der Polystar Selection Seitenzahn ein Zahn für das schnelle Arbeiten?

Der Polsytar Selection Seitenzahn ist ein Zahn für das schnelle Arbeiten, weil

  • er sich im Unterkiefer durch die approximale Passform wie auf Schienen aufstellen lässt. Die unteren Seitenzähne greifen durch ihre konvexen und konkaven approximalen Konturen wie Zahnräder ineinander.
  • die unteren Lingualflächen eine geradlinige Kontur besitzen, so dass während des Aufstellens stets eine sagittale Orientierung vorhanden ist.
  • man okklusal sehr wenig einschleifen muss (s. Höckerfacetten des Erwachsenenzahnes“).
  • man ihn basal ruck-zuck formgeschliffen hat (s. hohl geformte Zahnbasis).Weil er der Zahn mit Grip ist (s. basale Rille von mesial nach distal).

geringe Höckerneigung

Warum hat der Polystar Selection Seitenzahn Höckerfacetten und wirkt dabei so flach?

Dieser Zahn ist für die prothetische Versorgung eines Erwachsenengebisses konzipiert. Der „Erwachsenenzahn“ besitzt aufgrund des physiologischen Aufeinandergleitens der Antagonisten beim Kauen und Schlucken (Attrition) keine jugendlichen Höcker mehr. Die für das jeweilige Kausystem charakteristischen Bahnen hinterlassen ein typisches Muster in Form von Höckerfacetten. Dementsprechend flach sind die Höcker im Vergleich zu einem jugendlichen Zahn. Diese sind mittelwertig in die Kaufläche des Polystar Selection Seitenzahnes eingefügt worden, um ggf. nur noch ein Minimum an Einschleifaufwand aufbringen zu müssen. Dadurch, dass die zentrischen Stopps auf konvexen Kontaktarealen liegen und die exzentrischen Bewegungsbahnen für die Medio-, Latero- und Protrusion auf konkaven „Facetten“ liegen, bleiben die zentrischen Stopps erhalten. Folglich bleibt auch die Bisshöhe beim relieftreuen Einschleifen der exzentrischen Bewegungen erhalten.

altersgerechte Kaufläche

Warum ist der Polystar Selection k e i n Abrasionszahn?

Abrasionszähne sind gekennzeichnet durch flächige und/oder einfache konvexe innere und äußere Höckerabhänge. Der Polystar Selection Seitenzahn besitzt im Gegensatz hierzu konvexe zentrische Kontaktareale und konkave mittelwertig ausgerichtete Extrusionsbahnen. Die zentrischen Stopps bleiben auch nach dem relieftreuen Einschleifen definitiv stützend erhalten, die Bisshöhe bleibt gewährleistet. Außerdem gewährleisten konvexe okklusale Leisten eine hohe Abscherfähigkeit, die Kräfte sind im punktförmigen Spektrum auf den Kieferkamm gerichtet. Dadurch wird das Prothesenlager geschont. Diese Merkmale sind ein Novum auf dem Gebiet der Konfektionszahngestaltung.

Der Polystar Selection Seitenzahn ist wie gesagt kein jugendlich vollanatomisch gestalteter Zahn. Der Polystar Selection Seitenzahn hingegen berücksichtigt mittelwertig die physiologischen Unterkieferbewegungen eines Erwachsenengebisses im mittleren Lebensalter durch konvex und konkav gestaltete Höckerfacetten. Der integral® lässt sich auch für jugendliche oder sehr gut erhaltene Restgebisssituationen anwenden, indem gezielt eingeschliffen wird. Die Höckerfacetten des Polystar Selection Seitenzahnes hingegen sind im Prinzip bereits mittelwertig „vorgeschliffen“, ein bestimmtes Maß an „Höckersubstanz“ wie beim integral® ist somit nicht mehr vorhanden.

Zahnhalskontur - Modellierreserve

Warum hat der Polystar Selection Seitenzahn einen so langen und vor allem deutlich konturierten Zahnhals?

Jeder Zahn besitzt einen Zahnhals, der je nach Alter und Zahnfleischverlauf unterschiedlich sichtbar ist. Bei Frontzähnen ist dies eine Selbstverständlichkeit, nunmehr auch bei den Seitenzähnen, wie bereits mit dem integral® geschehen. Weiterhin ist es bei stark atrophierten Kieferkämmen ästhetisch nachteilig, wenn kein Hals zu sehen ist, da die frei in die Mundhöhle hineinragende Zahnkrone - in diesem Fall die Zahnkrone des Ersatzzahnes - sonst wie ein "Stummelchen" auf dem Prothesenkunststoff wirkt. Ein weiterer Grund für die Verlängerung des Zahnhalses war es, bei Ankern, Geschieben etc. eine möglichst ästhetische Abdeckung durch den davor gestellten Ersatzzahn zu bewirken. Dies geht nur mit einem deutlich konturierten und vor allem längeren Zahnhals. Man denke hierbei stets daran, dass es einfacher ist, einen Zahn zu beschleifen, als etwas anzukleben.

PSG - Basale Rille

Wozu dient die basale von mesial nach distal verlaufende Rille des Polystar Selection?

Sie verhindert das sich Verdrehen und Kippen des Zahnes, so dass aufwendige Stellungskorrekturen minimiert werden. Hiermit reagiert Merz Dental auf die zunehmende Verwendung moderner, harter Aufstellwachse, bei denen die erwähnten "Zahnwanderungen" werkstoffbedingt auftreten.

Eindeutige und stabile Fixierung während des Aufstellens des Zahnes

Verdrehungs- und verschiebungsfreies Aufstellen in WachsVerbesserte Dimensionstreue vor, während und nach der WachseinprobeLeichtes Reponieren, wenn ein Zahn während der Wachseinprobe herausgebrochen wurde

artOpaque - zahnfarben, zahnhalsfarben, gingivafarben

Haftverbund zahn-, zahnhals- und gingivafarben

Wie hoch ist der Haftverbund zwischen dem Opaker artOpaque und dem Metallgerüst?

Nach ISO 10477 ist es erforderlich, dass der Haftverbund mind. 5 N/mm² beträgt. Der Haftverbund zwischen Metallgerüst und artOpaque betägt15 N/mm², somit 200% mehr als von der Norm gefordert.

Der Opaker artOpaque ist lichthärtend. Ist hier auch die Verbindung zwischen Opaker und Dentin gewährleistet?

Es gibt Opaker, die sich sowohl mit Composite als auch mit PMMA optimal verbinden.Die Komponenten von artConcept sind diesbezüglich aufeinander abgestimmt.

Kann für das artConcept System ein Opaker von einem anderen Hersteller verwendet werden?

Grundsätzlich ist dies möglich, solange nach der Gebrauchsanweisung des Opakers die Verarbeitung von PMMA gewährleistet für diesen Opaquer von dessen Hersteller angegeben ist. Dies kann u. U. zu Farbabweichungen führen, da Opaker anderer Hersteller mit gleicher Farbbezeichnung farblich teilweise deutlich voneinander abweichen. Das liegt daran, dass alle Systeme für sich aufeinander abgestimmt sind, wie auch das artConcept. Sollte aber eine große farbliche Übereinstimmung mit unserem Opaker vorhanden sein und die obigen Parameter stimmen, spricht nichts gegen eine Verwendung derselben. Grundsätzlich ist jedoch zu beachten, dass eine Konformitätserklärung abgeben muss. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, Materialien verschiedener Anbieter zu mischen. Dadurch erlischt zum einen der Gewährleistungsanspruch der Materialhersteller, zum anderen könnte im Regressfall auf Grund der von für diesen ZE abgegebenen Konformitätserklärung eine Nachweis- und damit auch eine Erklärungsnot zu Lasten des Leistungserbringers provoziert werden.

Zahnhalseinfärbung

Können Zahnhälse individuell eingefärbt werden und gibt es hierzu eine spezielle Systemkomponente?

Ja. Einen lichthärtenden zahnhalsfarbenen Opaker, den artOpaque C (C = Cervikal) für die farbliche Zahn-halscharakterisierung der artVeneer Verblendschalen.

Gingivafarbene Abdeckung von Metallgerüsten

Womit können Metallgerüste zahnfleischfarben abgedeckt werden?

Mit artOpaque GUM, einem lichthärtenden gingivafarbenem Opaquer und Primer in einem = zahnfleischfarben Opakieren und Primen in einem. Die beiden Farben DARK und LIGHT können stufenlos miteinander gemischt werden und decken damit eine sehr breite gingivale Farbpalette ab.

Ist für den zahnfleischfarbenen Opaker artOpaque GUM ein separater Primer erforderlich?

Nein, der lichthärtende, zahnfleischfarbene Opaker enthält einen Primer. Opakieren und Primen geschieht in einem Arbeitsgang.

MISCHBARKEIT artOpaque GUM, artOpaque 01, 02, 03

Können die artOpaque Opaker z.B. für Individualisierungen miteinander gemischt werden?

Ja, materialtechnisch sind die artConcept Opaker 01, 02 usw. kompatibel.

Verarbeitung Prothesenkunststoffe

Merz Dental Kunststoffe sind auf dem aktuellen Stand formuliert. Mehrstufige Qualitätskontrollen vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt garantieren eine einwandfreie Verarbeitbarkeit und optimale Eigenschaften. Stete Anwendungsbeobachtungen und Untersuchungen gewährleisten Sicherheit für eine langlebige, qualitativ hochwertige Prothetik. Die Verarbeitung des Prothesenbasiskunststoffs ist der Schlüssel zum Erfolg und erfordert gelebte Umsicht und Voraussicht für das Wohl des Patienten.

Kunststoff härtet nicht aus

Zusätzliches Monomer oder Polymer wurde während der Anquellphase zugeführt.

Angegebene Dosierung von Pulver und Flüssigkeit, Mischzeiten und Anquellphasen nach jeweiliger Gebrauchsinformation einhalten, original Merz Dental Dosierhilfe verwenden.

Hinweis: Überschüssiges Monomer kann zu Schleimhautreizungen führen.

Wassertemperatur zu niedrig und/oder Polymerisationszeit zu kurz

Kaltpolymerisate 15 - 30 min (je nach Produkt, s. auch entsprechende Gebrauchsinformation) bei 45 °C und 2 - 2,5 bar Druck im Wasserbad polymerisieren.

Heißpolymerisate zunächst auf 70 °C im Wasserbad erwärmen, Haltezeit 20 min. Danach Wasserbad auf Kochtemperatur erhöhen und 30 min kochen, anschließend langsam im Wasserbad abkühlen lassen.

Modelle, Gipskonter, Vorwälle und Küvetten zu kalt

An kalten Flächen verläuft die Polymerisation unvollständig. Das kann zu weichen, nicht ausgehärteten Bereichen führen. Modelle möglichst bei Raumtemperatur wässern.

Komponenten für Heiß- und Kaltpolymerisate (Pulver Flüssigkeit) vertauscht bzw. unterschiedliche, nicht miteinander kompatible Komponenten oder Fremdprodukte verwendet.

Auf Eignung und Verwendungsfähigkeit der Materialien achten. Kennzeichnung der Behältnisse sicherstellen. Zusatzetiketten von Merz Dental verwenden

REFILL-Etiketten:
Polymer 100g Spender (REF 10909313)
Monomer 1.000/100 ml Flasche (REF 10909314)
Polymer 1.000 g Vorratsdose (REF 10909315)

Verfallsdatum überschritten

Vor Gebrauch auf Verfallsdatum achten. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, kühl lagern.

Komponenten verunreinigt

Saubere Behältnisse sowohl für die Aufbewahrung der Materialien als auch zum Dosieren und Anmischen verwenden.

Weißverfärbung Basal

Unsachgemäße Behandlung der Abformung

Die Abformung muss sorgfältig von Blut, Speichel und Desinfektionsmittel befreit werden. Abformung mit ausreichend klarem Wasser abspülen. 

Gipsoberfläche nicht ausreichend fett-, öl- oder wachsfrei

Gipsmodell vollständig von Wachs befreien. Alkoholhaltige Wachs-gegen-Gips-Isolierungen rückstandslos entfernen.

Isolierung überlagert, falsch gelagert oder verunreinigt

Vor Gebrauch der Isolierung auf deren Verfallsdatum achten. Isolierung vor Licht schützen, kühl lagern. Stets frische und saubere Isolierung verwenden, sauberen Pinsel zum Auftrag verwenden. Isolierung vor Verunreinigungen schützen, stets einen sauberen Pinsel verwenden, um die Isolierung nicht zu kontaminieren und keine bereits getrockneten und damit wirkungslosen Isolierpartikel aufzutragen. Pinsel nach jedem Gebrauch sorgfältig mit klarem Wasser ausspülen.

Unzureichende oder fehlende Isolierung

Isolierung 1 bis maximal 2 Mal dünn auftragen. Weitere Schichten führen zu keiner Verbesserung der Isolierung. Überschüsse unter weichem Wasserstrahl vorsichtig abspülen, es dürfen keine "Isoliermittelpfützen" vorhanden sein. Isolierte Fläche sollte "speckig" aussehen. 

Ungeeignete Isolierung verwendet

Empfohlen für Merz Dental Kunststoffe wird die PremEco Line

Alginatisolierung.Kunststoffveredelte Gipse, deren Bestandteile einen durchgängigen Isolierfilm verhindern, können mit den Prothesenkunststoffen reagieren.

Gegebenenfalls einen anderen Gips verwenden.

Blasenbildung und Porositäten

Falsche Gipsklasse verwendet.

Es wird empfohlen stets Gipse der Typklasse IV zu verwenden. Gipse der Typklasse I und II haben eine poröse Oberfläche und saugen die Isolierung zu stark auf.Wässerung der Gipsmodelle im Drucktopf

Die Wässerung im Drucktopf drückt Wasser in die Gipsporen hinein.

Die Modelle "schwitzen" das überschüssige Wasser wieder aus, wenn sie dem atmosphärischen Druck erneut ausgesetzt sind. Dies hebt den Isolierfilm von der Gipsoberfläche ab. Wässern der Modelle daher immer ohne Druck.

Wachslöser und/oder Dauer des Ausbrühvorgangs beeinflussen die Gipsoberfläche

Bei der Verwendung von Ausbrühautomaten auf die Verwendung geeigneter Zusätze und deren Dosierung achten. Modelle 5 min erwärmen, Wachs im plastischen Zustand entfernen und auf keinen Fall bis zu dessen vollständiger Verflüssigung im Ausbrüher warten. Modelle nach dem Ausbrühen nochmals kurz abdampfen. Gipsoberfläche nicht unnötig lange der thermischen Belastung durch Ausbrühen aussetzen. Ausbrühgeräte regelmäßig reinigen!

Es wurde eine Wachs-gegen-Gips-Isolierung verwendet.

Diese Materialien enthalten oft ätherische Öle, die eine korrekte Isolierung des Gipses durch die Alginatisolierung verhindern. Der Ölfilm auf der Gipsoberfläche verhindert die Versiegelung des Gipses mit der Alginatisolierung.Modelle gründlich reinigen.

Kontamination/Verunreinigung der Alginatisolierung durch Gipspartikel (Calciumionen) im Vorratsbehälter, in der Auffangschale etc.

Stets frische Isolierung (One-Way / Einwegverfahren) verwenden, Pinsel vor dem Isolieren reinigen und benutzten Pinsel nicht in den Behälter mit der Alginatisolierung zurückstellen.

Kunststoff zu kurz angerührt, Quellphase zu kurz

Dosierung von Pulver und Flüssigkeit, Mischzeit und Anquellphase nach Gebrauchsinformation einhalten.

Spaltbildung, Schrumpfung

Falscher Polymerisationsdruck

Darauf achten, dass der Druck im Polymerisationsgerät 2 – 2,5 bar weder über- noch unterschreitet. Der exakt eingestellte Druck verhindert das Entstehen von Siedeblasen während der exothermen Reaktionsphase.

Bei Heißpolymerisat

Falsche Polymerisationssteuerung, Entstehung von Siedeblasen durch zu schnelles Aufheizen (Heißpolymerisat); Heißpolymerisate zunächst auf 70 °C im Wasserbad erwärmen, Haltezeit 20 min. Danach Wasserbad auf Kochtemperatur erhöhen und 30 min kochen, anschließend langsam im Wasserbad abkühlen lassen.

Bei Kaltpolymerisat

Zu hohe Wassertemperatur des Wasserbads; bei Kaltpolymerisaten 50°C Wasserbadtemperatur nicht überschreiten.

Küvetten- und/oder Gipsmodelle vom Ausbrühen zu heiß

Auf Raumtemperatur abkühlen lassen, Gipsmodell nicht ausreichend gewässert; Gipsmodelle vor dem Aufbringen des Kunststoffes in klarem Wasser bei Raumtemperatur mind. 10 min wässern.

Mischungsverhältnis nicht eingehalten

Verwendung von Dosierhilfen. Pulver locker in Dosierhilfe einfüllen, jedoch nicht klopfen/verdichten, ggf. nachwiegen! Zu viel Monomer führt zu stärkerem Schrumpfverhalten des Kunststoffes.

Zu wenig Kunststoff (beim Pressverfahren)

Für genügend Kunststoff-, Pressreservoir sorgen.

Kunststoff unzureichend in Unterschnitten vorgelegt (Pressverfahren) dadurch Lufteinschlüsse

Beim Pressverfahren in Unterschnitten kleine Mengen Kunststoffteig vorlegen. Beim Heißpolymerisations-verfahren empfiehlt sich eine „Zwischenpressung“ unter Verwendung von Polyethylenfolie.

Druckverlust während der Polymerisation; fällt während der Polymerisation der Druck, sinkt der Siedepunkt des Monomers und es kommt zu Siedeblasen.

Vorgegebene Polymerisationsparameter kontrollieren und einhalten. Zu viel Monomer verwendet.Verwendung von Dosierhilfen. Zu viel Monomer führt zu stärkerem Schrumpfverhalten des Kunststoffs.

Isolierschicht zu dick

Isolierung 1 bis maximal 2 Mal dünn auftragen. Weitere Schichten führen zu keiner Verbesserung der Isolierung. Überschüsse unter weichem Wasserstrahl vorsichtig abspülen, es dürfen keine „Isoliermittelpfützen“ vorhanden sein. Isolierte Fläche sollte „speckig“ aussehen.

Zu schnelle Abkühlung

Nach der Heißpolymerisation Küvette langsam auf Raumtemperatur abkühlen lassen, um Spannungen im Kunststoff zu vermeiden.

Zu hoher Anpressdruck bei der Politur

Mit geringem Anpressdruck feucht polieren. Eine thermische Belastung führt sonst zu Spannungen, Verformungen und ggf. „Verbrennungen“ auf der polierten Oberfläche.

Falscher Polymerisationsdruck

Kaltpolymerisate 15 - 20 min bei 45 °C und 2 – 2,5 bar im Wasserbad auspolymerisieren.

Anquellzeit des Kunststoffs nicht beachtet

Kunststoff anquellen lassen bis er plastisch (modellierbar) ist. Dann erst in den Drucktopf geben.

Zu hohe Polymerisationstemperatur bei Kaltpolymerisaten

50°C Wasserbadtemperatur nicht überschreiten.

Thermische und mechanische Belastung des Kunststoffs nach der Polymerisation

Jede thermische und mechanische Beanspruchung nach der Aushärtung so weit wie möglich vermeiden.

Bisshebung nach der Fertigstellung

Zähne bei der Vorwalltechnik nicht ausreichend fixiert

Zähne labial mit einem winzigen Tropfen Sekundenkleber benetzen und im Vorwall fixieren. Auf dessen rückstandslose Entfernung nach der Polymerisation achten.

Pressfahne bei Anwendung der Küvettentechnik

Systembedingt verbleibt bei der Anwendung des Pressverfahrens zwischen den Küvettenhälften eine sog. Pressfahne. Diese bewirkt eine Bisshebung von 0,5 bis max. 1,0 mm und kann im Artikulator durch gezieltes Einschleifen der Okklusalflächen korrigiert werden. Sollte die Pressfahne außergewöhnlich dick sein, so muss geprüft werden, ob der Pressdruck bei der Hydraulikpresse ausreichend ist, ggf. Druck mit speziellem Druckmesser prüfen. Zusätzlich den Küvettenbügel auf Stabilität prüfen. Konsistenz des angeteigten Kunststoffes prüfen, Anteigzeit überschritten (s. Gebrauchsinformation), Austrocknung des Kunststoffsteiges durch Abdeckung des Anrührgefäßes vermeiden.

Bei Pressverfahren mit Kaltpolymerisaten wurde der Kunststoff in der beginnenden Polymerisation zu langsam verarbeitet.

Wird ein Kaltpolymerisat im Pressverfahren bei einsetzender Polymerisation verarbeitet, verfestigt sich der Kunststoff während des Pressvorganges zu schnell. Die Küvette lässt sich in diesem Falle nicht mehr exakt schließen. Die Folge ist eine Bisserhöhung. Abhilfe schafft eine genaue Beobachtung des Kunststoffes während der Anquellphase. Ein genaues „Timing“ für den richtigen Verarbeitungszeitpunkt ist entscheidend und erfordert u. U. etwas Übung im Umgang mit dem Kaltpolymerisat. Monomer ggf. gekühlt lagern, dies verlängert die Verarbeitungszeit.

Beim Gießverfahren unter sich gehend getrimmte Modelle bei der Geleinbettung verwendet.

Modelle stets im rechten Winkel trimmen, denn sie lassen sich ansonsten nicht wieder korrekt reponieren und verformen dabei das Gel.

Bisssenkung nach der Fertigstellung

Schrumpfung der Basis durch hohen Monomeranteil (Gießverfahren)

Abhilfe schafft bei Verwendung der PremEco Line Gießküvette das Unterlegen des Modelles im dorsalen Bereich mit einer Unterziehfolie in der Stärke 0,1 mm zwischen Modell und Sockelboden der Küvette.

Kunststoff auf den Zähnen
Unzureichende Fixierung in der Einbettung oder dem Vorwall

Zähne labial mit einem winzigen Tropfen Sekundenkleber benetzen und fixieren. Auf dessen rückstandslose Entfernung nach der Polymerisation achten. Vor dem Einbetten genau darauf achten, dass sich kein Wachs mehr auf den Zähnen befindet. Bei einer Geleinbettung die Kavitäten vor dem Reponieren der Zähne von Wasserresten befreien, damit die Zähne sich wieder sicher positionieren lassen und nicht durch das Wasser hoch gedrückt werden.

Wasseranteil im Gel durch Verdunstung zu gering (Gießverfahren)

Beim Aufschmelzen ggf. wieder etwas neues Wasser dazugeben

Präszisionsgel nach kurzer Zeit unbrauchbar

Gel wurde zu stark erhitzt, starker Wasserverlust (Gießverfahren)

Doubliergel nach Gebrauch in einem geschlossenen Behältnis lagern. Dem Gel beim Wiederaufschmelzen ausreichend Wasser hinzufügen. Bei Verwendung von Gelautomaten auf eine genaue Temperatursteuerung während der Aufheizphase achten. Das Gel darf nicht aufkochen, da in diesem Falle dessen Struktur zerstört wird. Es empfiehlt sich gelegentlich die Temperaturen des Gels sowohl während der Aufschmelzphase als auch während der Bereitstellung mit einem externen Thermometer zu prüfen. Die eingestellten Temperaturangaben des Gerätes können mitunter deutlich von der erforderlichen Temperatur abweichen (s. Gebrauchsinformation).Wird das Gel nur gelegentlich benötigt, kann eine portionsweise Erwärmung in einer Mikrowelle durchgeführt werden (s. Gebrauchsinformation).

Prothesen halten schlecht (geringe Saugwirkung)

Abformung unzureichend

Bei Kontrolle der Abformung auf exakte Erfassung von Tuber und/oder Trigonum retromolare achten.

Starke Schrumpfung der Prothesenbasis durch Verwendung von zu viel Monomer

Dosierung von Pulver und Flüssigkeit, Mischzeit und Anquellphase nach Gebrauchsinformation einhalten. Pulver-Flüssigkeit-Verhältnis durch Verwendung von Dosierhilfen oder durch Abwiegen ermitteln.

Bei zu kurzen Quellphasen des Kunststoffs kommt es besonders an dicken Stellen der Prothesenbasis zu so genannten Saugschrumpfungen

Dosierung von Pulver und Flüssigkeit, Mischzeit und Anquellphase nach Gebrauchsinformation einhalten. Pulver-Flüssigkeitsverhältnis durch Verwendung von Dosierhilfen oder durch Abwiegen ermitteln.

Schleimhaut - Rötung, Reizung, Brennen

Dosierung nicht eingehalten, zu hoher Monomeranteil beim Anmischen

Mischungsverhältnis beachten, Dosierhilfe verwenden. Zur Verringerung des Restmonomergehaltes das polymerisierte Werkstück möglichst vor der Eingliederung im ausgearbeiteten (gesandelten), aber nicht polierten Zustand, für ca. 48 h bei Raumtemperatur in Wasser lagern.

Druckstellen durch Okklusionsstörungen oder Passungenauigkeiten

Bisserhöhungen besonders bei im Pressverfahren hergestellten Prothesen nach der Politur remontieren und einschleifen.

Raue Basalflächen

Gipsverarbeitung und Gipsbearbeitung beachten. Abformung nach Herstellerangaben desinfizieren und neutralisieren. Übermäßige thermische Einwirkungen vermeiden, Abdampfen und Ausbrühen auf ein Minimum beschränken.Isolierung maximal 2 Mal dünn auftragen. Weitere Schichten führen zu keiner Verbesserung der Isolierung, Überschüsse unter weichem Wasserstrahl vorsichtig abspülen, es dürfen keine „Isoliermittelpfützen“ vorhanden sein. Isolierte Fläche sollte „speckig“ aussehen. Stets frische und saubere Isolierung verwenden, stets saubere Pinsel zum Auftrag verwenden. Isolierung vor Verunreinigungen schützen. Pinsel nach Gebrauch sorgfältig mit klarem Wasser ausspülen.

Eventuelle Überempfindlichkeit

Klärung, ob Patient einen Allergiepass besitzt, ansonsten klären, welche Zahnersatzmaterialien bisher verwendet wurden. Liegen keine Informationen vor, sollte ein Arzt konsultiert werden.