Häufig gestellte Fragen (FAQ) - Baltic Denture System
Allgemein
Wo kann ich die CAD Software BDCreator® PLUS erwerben?
Die Software wird von der Merz Dental GmbH vertrieben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Ihren Außendienst oder nehmen Kontakt zu unserem Vertriebsinnendienst auf.
Tel. +49 (0) 4381 403-0
Welche Hardware-Anforderungen gibt es für die BDCreator® PLUS Software?
Empfohlene Hardware-Anforderung für die Ausführung der BDCreator®PLUS Software:
Microsoft Windows 11 64-bit (Build 1607 oder höher)
CPU: Intel Core-i7 – 2600 (Socket 1155)
RAM: 6GB
Grafik: Nvidia GTX 560 mit 2GB Video RAM
Bildschirmauflösung: 1080p (1920×1080 oder höher)
Minimalanforderungen:
Microsoft Windows 10 64-bit
CPU: Quad-Core und 2.8 Ghz
RAM: 4GB
Grafik: 1GB Video RAM von Nvidia oder ATI, mindestens DirectX 11 fähig.
Bildschirmauflösung: 1080p (1920×1080 oder höher)
Wie kann ich die Software testen?
Es gibt die Möglichkeit eine Testversion auf der Merz-Dental.de Homepage unter https://www.merz-dental.de/digital-denture/bdcreator-plus-demo herunterzuladen und zu installieren, mit welcher es möglich ist den BDCreator®PLUS mit seinen Funktionen vollumfänglich zu testen. Entsprechende Datensätze für unterschiedliche Indikationen sind dort ebenfalls abgespeichert und werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Download beinhaltet zusätzlich den BDManager 360°. Dieses Programm ist mit dem BDCreator®PLUS (CAD) verknüpft. Ein neuer Fall sollte immer im BDManager 360° durch Eingabe der fallspezifischen Daten wie z.B. Patientenname, Zahnfarbe, Art des Workflows (Totalprothese, Bissregistrat, o.ä.) gestartet werden. Somit dient der BDManager 360° als digitale Karteikarte.
Bei der Testversion ist es jedoch nicht möglich die Konstruktion abschließend als Datensatz zu exportieren um diese weiterzuverarbeiten. Dies ist lediglich mit einer erworbenen Vollversion möglich. Download und Installation sind in einem kurzen Video erklärt. In einem weiteren Video wird die Möglichkeit des Downloads und der Verwendung von Beispiel-Projekten erklärt.
Werden Schulungen für BDS angeboten?
Merz Dental bietet regelmäßig Webinare zum Baltic Denture System an. Dieses Modul eignet sich besonders zum Erlangen der Grundkenntnisse des Baltic Denture Systems. Für eine vertiefende Schulung gibt es die Möglichkeit der Buchung einer Fortbildung für Fortgeschrittene im Merz Dental Schulungszentrum.
Zusätzlich gibt es Schulungsvideos in denen einzelne Themenblöcke detailliert erläutert werden.
Was wird zur Freischaltung der CAD Software benötigt?
Nach dem Erwerb einer BDCreator®PLUS Lizenz erhält man entsprechende Lizenzschlüssel (Grundversion und Add-on’s) welche einmalig innerhalb der Software aktiviert werden. Zum Betrieb des BDCreator®PLUS ist nach der Aktivierung kein Dongle erforderlich. Das Installieren des BDCreator®PLUS ist auf mehreren Rechnern möglich. Die aktive Nutzung ist jedoch kann jedoch nicht parallel durchgeführt werden, sondern nur auf dem System bei welchem die Lizenz derzeit aktiviert ist.
Kann jedes Dentallabor das Baltic Denture System verwenden?
Ja, grundsätzlich kann jedes Labor das Baltic Denture System nutzen, um so seine digital hergestellte Totalprothetik anzufertigen. Grundlage hierfür ist die CAD-SoftwareBDCreator®PLUSin Verbindung mit dem Manager 360°.
Es gibt je nach dem vorhandenen Equipment jedoch folgende Unterscheidungen:
- Bei Besitz eines Desktop- oder Intraoralscanners, der passenden CAM sowie der entsprechenden Fräsmaschine mit dem passenden Halter bzw. Spannring, kann die Anfertigung zu 100% in Eigenleistung erfolgen. Für die Herstellung der arbeitsvorbereitenden Unterlagen, wie z.B. eines Bissregistrates oder eines individuellen Abformlöffels, wird ein 3D-Drucker benötigt.
- Wenn man keine eigene Fräsmaschine besitzt, so besteht die Möglichkeit die Fertigung auszulagern. Hierzu bedarf es des Erwerbs einer BDCreator®PLUS Lizenz. In diesem Fall können durch Hochladen der entsprechenden Scans die Arbeiten eigenständig im CAD konstruiert werden. Die CAM-Berechnung sowie die Fräsung der Prothese(n) übernimmt anschließend der Fräsdiensleister DDS (Digital Dental Services).
Die Versendung der gefräste(n) Prothese(n) sowie die Berechnung der CAM und der Fräsdienstleistung und weitere Services erfolgt über DDS. Die Berechnung der BDLoad® erfolgt durch die Merz Dental GmbH.
- Es gibt auch die Möglichkeit nur die entsprechenden Scans im stl.-Format oder dem .ply Format an DDS zu versenden. In Absprache mit dem Kunden erfolgt das Design (CAD), die CAM-Berechnung sowie die Fräsdienstleistung komplett bei DDS. In diesem Fall bekommt der Kunde die gefräste(n) Prothese(n) zugesandt und übernimmt lediglich die Ausarbeitung sowie das Finish. Bei einer eventuellen Einprobe wird dem Kunden der Datensatz als Monoblockprothese zugesandt, die Anfertigung mittels 3D-Druck erfolgt eigenständig im Labor.
Was kostet die gefräste Prothese?
Der Kunde bekommt vor der Auftragserteilung einen Kostenvoranschlag, bei dem die einzelnen Positionen individuell aufgelistet sind.
Wie sind die Prothesen abrechenbar?
Grundsätzlich sind die Prothesen als gleichartige Versorgung abrechenbar (nach BEB Preisliste der Labore). Zu weiteren Details sprechen Sie bitte Ihre zuständige KZV an.
Können die einzelnen Zähne abgerechnet werden?
Da handelsübliche Konfektionszähne verwendet werden, können diese wie gewohnt unter der Materialposition Zahn abgerechnet werden.
Wie schnell können BDLoad® an das Labor geliefert werden?
Die gängigsten Zahnfarben und Größen der BDLoad® sind bei Merz Dental als Lagerware vorrätig und können kurzfristig an die Kunden geliefert werden. Einige, nicht gängige Zahnfarben können unter Umständen eine längere Lieferzeit erfordern. Diese sind im BDManager 360° mit dem Zusatz „on demand“ gekennzeichnet. Bitte kontaktieren Sie dazu den Vertriebsinnendienst von Merz Dental unter:
Tel. +49 (0) 4381 403-0
Kann man jede Kieferrelation mit dem Baltic Denture System versorgen?
Mit der aktuellen Version des BDCreator®PLUS können alle Angle Klassen von I-III versorgt werden.
Weitere Bisslagen sind patientenindividuell bedingt unter Verwendung des BDLoad® XP realisierbar, da hier die nicht vorhandenen Frontzähne individuell zur jeweiligen Kieferrelation aufgestellt werden können.
Die BDLoad® liegen in den drei verschiedenen Größen vor ► S, M und L. Jede Größe gibt es in den unterschiedlichen Kieferweiten narrow, medium und wide (n, m, w). Lediglich die Größe S verfügt nur über eine medium und wide Variante. Bei der Größe L des BDLoad® gibt es hingegen nur die Aufstellung mit einem Molaren von 6-6.
Mit dieser Größeneinteilung werden möglichst viele Kiefergrößen und Kieferformationen abgedeckt. Es stehen 13 unterschiedliche set-up’s zur Verfügung.
Für die Versorgung weiterer Bisslagen, wie Distal- oder Mesialbiss gibt es zwei Möglichkeiten:
A) unter Verwendung des BDLoad® XP aufgrund der Möglichkeit der individuellen Frontzahnaufstellung ► bedingt möglich.
B) Durch Entsperrung des digitalen set-up’s in der Horizontalen. Hierdurch ist es möglich die Unterkieferprothese frei zu verschieben. Eine okklusale Anpassung erfolgt digital im BDCreator®PLUS sowie an den physischen Konfektionszähnen im BDLoad® während des Fräsvorgangs.
3D-Scan
Welcher Scanner kann eingesetzt werden?
Grundsätzlich können alle optischen Scanner, die eine Aufnahme von kompletten Modellen oder Abformungen realisieren können, eingesetzt werden. Die CAD-Software welche für das Baltic Denture System verwendet wird, der BDCreator®PLUS, benötigt die Scandaten im.stl oder .ply-Format.
Funktionieren auch intraorale Scanner?
Je nach dem ausgewählten Workflow kann mit einem Intraoralscanner gearbeitet werden, z.B. um die Situation einer unterfütterten „alt-Prothese“ zu erfassen. Da ein IOS jedoch keine bewegliche Schleimhaut aufzeichnen kann, sollte in Bezug auf den Ventilrand bei diesem Arbeitsschritt analog gearbeitet werden.
CAD-Software (BDCreator® PLUS)
Welche CAD-Software kann eingesetzt werden?
Für das Baltic Denture System wurde eine eigene offene CAD-Software (BDCreator®PLUS) entwickelt. Diese ermöglicht die Integration der vom Zahnarzt gewonnen Patientendaten und richtet die vordefinierten Zahnreihen automatisch aus. Die lagerichtige Positionierung der Zahnreihe(n) wird durch eine vollständige Modellanalyse unterstützt. Bei einer unimaxillären Versorgung kann zudem die Okklusion durch Unterstützung eines virtuellen, volljustierbaren Artikulators digital angepasst werden. Diese Anpassungen der vordefinierten Zahnreihe(n) wird anschließend in die CAM übernommen und die okklusalen Kollisionen werden in der Frässtrategie entsprechend berücksichtigt. Ein arbeiten ohne Modelle und physischem Artikulator ist demnach möglich.
Welche Einstiegsmöglichkeiten in das Baltic Denture System gibt es?
Das Baltic Denture System ist ein offenes System bei dem der Anwender gewohnt auf seinem bisherigen Workflow folgende Möglichkeiten zum Einstieg hat:
- Einstieg über den Scan getragener und unterfütterter „alt-“Prothesen
- Einstieg über eine einartikulierte Modellsituation
- Einstieg über den Scan des gedruckten BDKEY® Set in Verbindung mit BDKey® Plane & BDKey® Fin
- Einstieg über den Scan von unterfütterten Bissregistraten
Mit welchen Dateiformaten arbeitet die BDCreator® PLUS Software?
Die Software ermöglicht den Import und Export von Daten im .stl sowie im .ply-Format.
Gibt es die Möglichkeit einer Einprobe mit dem Baltic Denture System?
Es ist jederzeit möglich sich seine generierte Konstruktion aus dem BDCreator®PLUS im 3D-Druckverfahren als Monoblock-, oder als file-split-Prothese (zweifarbig) für eine Einprobe zu Drucken.
Welche Indikationen kann man mit dem BDCreator® PLUS konstruieren?
Die CAD-Software BDCreator®PLUS ist ausschließlich für die Totalprothetik mit folgenden Indikationen entwickelt wurden:
- Totalprothesen
- Unimaxilläre Totalprothesen und Overdenture-Prothesen über Attachment
- Totale Immediat- und Interimsprothesen
- Individuelle Löffel
- Individuelle Bissregistrate – ohne Vorbissnahme
- Stützstiftregistrate – ohne Vorbissnahme
Außerdem beinhaltet die CAD-Software folgende Tools:
- Virtueller Artikulator (statisch) und volljustierbarer virtueller Artikulator (dynamisch)
- Digitale Modellanalyse
- Automatisierte Gingivagestaltung
- Okklusale Korrektur bei unimaxillären Totalprothesen unter Berücksichtigung der statischen und dynamischen Kontakte
- Mesh-Analyse und Mesh Korrektur ► Aufspüren und Schließen von Löchern im Datensatz
- Matching Tool für Scandaten
- Hohllegen von frei definierbaren Bereichen sowie das digitale Radieren der Ah-Linie
- Design individuelle Löffel mit Offset Option und Abflusslöchern
- Design individuelle Bissregistrate mit Offset Option
- Design Stützstiftregistrate (Gnathometer)
- Patientenindividuelle Gaumenfalten, gespiegelt vom Originalscan
Kann man mit dem BDCreator® PLUS auch unimaxilläre Totalprothesen konstruieren?
Ja, dabei werden die okklusalen Anpassungen unter Zuhilfenahme eines virtuellen volljustierbaren Artikulators im CAD, in der CAM sowie im Fräsprozess berücksichtigt.
Kann man mit dem BDCreator® PLUS auch Kronen konstruieren?
Nein, der BDCreator®PLUS ist ausschließlich für die Totalprothetik und die Arbeitsvorbereitung entwickelt wurden.
Kann man mit dem BDCreator® PLUS auch Teilprothesen konstruieren?
Nein, der BDCreator®PLUS ist ausschließlich für die Totalprothetik entwickelt worden.
Kann ich mit dem Baltic Denture System auch Implantatprothesen anfertigen?
Das Anwendungsgebiet implantatgestützter Totalprothesen ist für das Baltic Denture System freigegeben.
Es können implantatgestütze Prothesen erstellt werden – also Prothesen auf Locator® Abutments oder Kugel-Kopf Abutments. In jedem Falle muss hier individuell überprüft werden, ob Position und Platzverhältnisse ausreichend sind. Eine Unterschreitung der Mindeststärke von 2mm kann zu Brüchen der Prothese führen und so den Patienten gefährden.
Können Prothesenkörper durch Auf- und/oder Abtrag in der Software noch individuell verändert (modelliert) werden?
Es gibt die Möglichkeit der digitalen Modellation durch entsprechende Freiformtools (auf- und abtragen, glätten). Jedoch ist z.B. ein Antrag nur soweit möglich wie es die physische Form des BDLoad® zulässt. Für den Anwender sind individuell erstellte Gingiva Modellationen bereits hinterlegt. Es können allerdings noch jederzeit nachträglich die Basen mit rosafarbenem Kaltpolymerisat im entsprechenden Farbton BDLoad® pink oder BDLoad® dark pink unter Verwendung eines geeigneten Primers (z.B. artConnect PLUS) manuell ergänzt werden.
Kann man die von der Software positionierte Zahnreihe verändern? Was ist möglich?
Ja, Adaptionen sind möglich und obliegen dem ausgebildeten Zahntechniker in Absprache mit dem Behandler. Die Zahnreihen können im Block oder einzeln in alle Richtungen versetzt und um alle Achsen rotiert werden. Einzig der BDLoad® XP bildet eine Ausnahme, da hier die Seitenzähne bereits fest einpolymerisiert sind.
Die individuelle Aufstellung der Frontzähne kann erfolgen durch:
- Auswahl von integrierten, vordefinierten Zahnaufstellungen im BDCreator®PLUS.
- Individuelle, digitale Aufstellung der Frontzähne im BDCreator®PLUS.
- Aufstellung der Frontzähne individuell
Kann man den Bereich am Gaumen hohllegen oder die Ah-Linie radieren?
Ja, eine spezielle Softwarefunktion ermöglicht es Bereiche auf dem Gaumen zu markieren und mit Werten für die Tiefe der Hohllegung zu versehen. Umgekehrt ist es auch möglich den eigens definierten Bereich der Ah-Linie virtuell ohne ein physisches Modell zu radieren. Das Ergebnis spiegelt sich als Positiv an der Basalfläche der Prothesenbasis wider.
Ist es möglich die Oberkieferprothese mit Gaumenfalten zu konstruieren?
Ja, dabei besteht die Möglichkeit sich die patientenindividuellen Gaumenfalten vom Originalscan mittels eines Knopfdrucks innerhalb der Software auf die Prothesenoberfläche spiegeln zu lassen. Es entfällt somit die Zeit für ein eigenständiges Design mit Hilfe von Freiformtools.
CAM-Software
Welche CAM-Software kann eingesetzt werden?
Grundsätzlich funktionieren alle offenen CAM Systeme, die eine Bearbeitung von Prothesenbasen realisieren können. Die entsprechenden Module gibt es von: Hexagon (WorkNC Dental), follow-me (hyperDENT), sum3D (MILL BOX) sowie Dental Softworks (DS CAM).
Wie kann ich den BDS-Halter in meine CAM integrieren?
Bitte nehmen Sie zur Integration Ihres BDS-Halters Kontakt zu Ihrem CAM-Anbieter auf. Dieser wird Ihnen die Halterdaten installieren und mit den entsprechenden Rohteilen verknüpfen können.
Wie erhalte ich BDLoad Frässtrategien?
Bitte nehmen Sie Kontakt zu ihrem CAM-Anbieter auf um BDS Frässtrategien zu erhalten.
Achten Sie darauf zu prüfen, ob Sie alle notwendigen Fräser vorrätig haben.
Woher weiß ich, ob ich einen BDLoad mit einem Durchmesser von 113mm (alte Version) oder 98.5mm berechnet habe?
Die BDLoad® Variante wird bereits im Design vom Techniker ausgewählt und erhält einen festen Dateinamen. Die Dateinamen sind in der CAM-Library fest mit den korrekten Rohteilen und Haltersystem verknüpft.
Zu unterscheiden sind die *.stl-Files anhand des Zusatzes ► SD (small diameter):
Bspw.:
113mm - Mw7PLSEbim6DFm-U-Load.stl
98.5mm - Mw7PLSEbim6DFmSD-U-Load.stl
BDLoad®
Müssen die Zahnreihen oder Einzelzähne in die gefräste Prothesenbasis geklebt werden?
Nein, die Zähne sind bereits in den BDLoad® einpolymerisiert. Das sichert einen optimalen Verbund der Zähne mit dem Basiskunststoff ohne zusätzliche Arbeitsschritte und Materialien, wodurch sich auch die Zeit bei der Fertigstellung reduziert. Die Prothese ist daher eine Einstoffprothese.
Beim BDLoad® XP wird der Verbund der fehlenden Frontzähne zur Basis auf herkömmliche Weise mit Hilfe der Vorwalltechnik und einem Kaltpolymerisat in dem entsprechenden Farbton hergestellt.
Aus welchem Material besteht die Prothesenbasis?
Das Prothesenbasismaterial besteht wie die Kunststoffzähne aus hochvernetztem OMP-N®. Das Ergebnis des industriellen Produktionsprozesses der BDLoad® sind hochvernetzte und hochverdichtete Komponenten mit einem geringen Restmonomergehalt ˂ 1%.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit den BDLoad® HI zu verwenden. HI steht dabei für High Impact wodurch man deutlich höhere Werte in Bezug auf die Schlagzähigkeit erreicht.
Welche Farbe hat die Prothesenbasis?
Die Prothesenbasis gibt es in den Farbtönen pink und dark pink. Der rosa-opake pink Farbton entspricht der Kunststofffarbe C34.
Wie viel Restmonomer enthält ein hochvernetzter BDLoad®?
Der Restmonomergehalt liegt aufgrund der industriellen Fertigung bei ˂ 1%.
Nach welchem Konzept sind die vorgefertigten Zahnreihen aufgestellt?
Nach dem Konzept der lingualisierten Okklusion (ohne A-Kontakte) in Zahn-zu-Zahn Aufstellung. Kaukräfte werden dabei so abgeleitet, dass die Unterkieferprothese optimal auf dem Kieferkamm belastet wird. Dieses Konzept kompensiert weitgehend „Kreuzbisssituationen“, da die Zahnreihe im Unterkiefer im sogenannten „neutralen Korridor“ platziert werden kann.
Warum gibt es verschiedene Versionen der Grundformen (S, M, L) in narrow, wide und medium (n, m, w)?
Untersuchungen haben ergeben, dass Kieferkämme sich wesentlich in einem U-förmigen oder V-förmigen Verlauf unterscheiden. Die Aufstellungen unserer Zahnreihen in den 13 unterschiedlichen BDLoad® Varianten sind so erstellt worden, dass der Verlauf der Zahnreihen auf die unterschiedlichen Kieferkammverläufe angewandt werden kann. Somit kann sichergestellt werden, dass die bereits aufgestellten und in den BDLoad® fest einpolymerisierten Seitenzähne innerhalb des statischen Korridors der Modellanalyse platziert werden können.
Muss der Techniker die „ideale“ Zahnreihe in der Software auswählen?
Die „ideale“ Zahnreihe wird von der BDCreator®PLUS Software anhand der in der Praxis ermittelten Informationen sowie der Modellanalyse vorgeschlagen. Der Techniker muss allerdings immer eine Plausibilitätsprüfung durchführen und gegebenenfalls in Absprache mit dem Behandler die Zahnreihen oder deren Lage anpassen. Die Software unterstütz den Anwender bei der Auswahl und Ausrichtung der Zahnreihe. Kollisionen mit den definierten Korridoren aus der Modellanalyse werden angezeigt.
Können einzelne Zähne in der Aufstellung verändert werden?
Im BDLoad® stehen bereits alle Zähne in optimaler Verzahnung ► lingualiserte Okklusion ohne A-Kontakte in Zahn zu Zahn Beziehung. Für die Frontzähne wurde eine ästhetisch ansprechende Idealaufstellung gewählt.
Beim BDLoad® XP sind nur die Seitenzähne fest einpolymerisiert, damit auf Grundlage der Modellanalyse die Statik der Prothese gegeben ist. Die Frontzähne wurden weggelassen und der Freiraum durch einen reduzierten Wall aus dem Basismaterial ersetzt. Hierdurch können die Frontzähne individuell aufgestellt werden, auch andere Zahnlinien und Frontzahnformen können eingesetzt werden. Dieser zusätzliche Arbeitsschritt erfolgt entweder analog in Wachs zur Einprobe oder es werden im BDCreator®PLUS Zahnfächer (Pockets) aufgrund der Außengeometrie der zu verwendeten Frontzahngeometrie generiert und im Fräsprozess gefräst. Somit wird eine Positionierungshilfe für die vorkonfektionierten Frontzähne geschaffen.
Wie ist die Passung der Basis im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren der Fertigung einer Totalprothese?
Da bei der Verarbeitung keinerlei Polymerisationsschrumpfung im Labor auftritt ist die Passung der Basis wesentlich exakter.
Muss man die Zahnreihen Reokkludieren?
Nein, die Zahnreihen verzahnen optimal und sind bereits im BDLoad® fest einpolymerisiert. Zudem entfällt der ansonsten übliche Polymerisationsschrumpf, welcher bei der klassischen Herstellung im Labor erfolgt. Das System kann einem „modellfreien“ Konzept folgen.
Kann ich Kunststoff, im Falle einer Reparatur oder Unterfütterung antragen?
Ja, Prothesenbasen, die aus dem BDLoad® gefertigt worden sind bestehen aus PMMA und können mit Kaltpolymerisaten auf der Basis von MMA wie z. B. Weropress® in dem Farbton BDLoad® pink jederzeit wiederhergestellt, ergänzt oder unterfüttert werden. Eine vorherige Konditionierung der Oberfläche mit einem geeignetem Primer, wie z.B. artConnect PLUS ist erforderlich.
Fräsmaschinen
Welche Fräsmaschinen können eingesetzt werden?
Auf unserer Homepage finden Sie eine Übersicht aller kompatiblen Fräsmaschinen. Diese Tabelle wird laufend erweitert.
Wird ein extra Halter benötigt?
Nein, jedoch bedarf es eines Spannringes, welcher die Nullposition des BDLoad® klar definiert.
Wo kann ich einen Spannring erwerben?
Die passenden Haltesysteme für BDLoad®s können Sie über Ihren Maschinenhändler erwerben.
Welche Fräser benötige ich zum Verarbeiten der BDLoad?
Grundsätzlich können BDLoad®s mit gängigen PMMA-Fräsern sowie trocken, als auch nass berarbeitet werden.
Die Frässtrategien unterscheiden sich je nach CAM-Anbieter und Maschine. Bitte erfragen Sie hier die genaue Fräser-ID.
Benötige ich an meiner Maschine eine Wasserkühlung?
Nein, der verwendete Kunststoff kann auch trocken gefräst werden. Je nach Maschinentyp und Beanspruchung ist es sinnvoll eine evtl. vorhandene Luftkühlung einzusetzen.
Welche Verfahrwege benötigt meine Maschine?
Das ist stark abhängig von der Bauweise der Maschine. Empfohlen wird: XYZ = 125 mm, die Rotationsachsen sollten eine Anstellung von 25-30° ermöglichen.
Wie viele Achsen benötigt meine Maschine mindestens?
Mindestens eine 3+2-Achsen oder eine 5-Achsen Bearbeitung.
Wie lange dauert der Fräsvorgang?
Die Dauer des Fräsvorgangs ist abhängig von der Frässtrategie und Leistungsfähigkeit der Maschine sowie der verwendeten Fräser. Bei optimalen Bedingungen sind derzeit Fräszeiten von ca. 30-45 min pro BDLoad® im UK und 45-60 min im OK möglich.